Volksabstimmung über die Altersvorsorge am 24. September 2017

Der Kantonalvorstand PVBL empfiehlt einstimmig, der Rentenreform zuzustimmen. Er ist der Meinung, sie sei ein annehmbarer Kompromiss. Die Ausfälle bei den Pensionskassenrenten werden kompensiert mit den leicht erhöhten AHV-Renten. Bei einer Ablehnung der Vorlage stiegen die Defizite  der AHV rasch an, und die Probleme der 2. Säule blieben ungelöst.

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Immer wieder: Stimmungsmache gegen sichere Renten

Der ehemalige Preisüberwacher und Nationalrat Rudolf Strahm hält in seiner Kolummne im „Der Bund“ vom 13.6.2017 fest, dass immer wieder dieselben Kreise Schreckenszenarien um die Renten verbreiten. Banken- und Versicherungsvertreter und selbsternannte Experten drohen mit Regelmässigkeit mit dem Kollaps der Sozialversicherungen und Pensionskassen. Kassen und Versicherungen ihrerseit sind wenig transparent, was die Kosten für die Vermögensverwaltung und die allgemeinen Verwaltungskosten für die Versicherten betrifft. Raten. Hier geht es zu Rudolf Strahms  Kolummne.

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Kapital oder Rente beziehen?

Kapital statt Rente? Das sind die Risiken

Pensionskassen rechnen Guthaben in immer magerere Renten um. Das macht den Kapitalbezug im Vergleich noch attraktiver. Allerdings übernimmt man damit eine Reihe von Risiken, die man sehr genau abwägen muss.

Was bis vor kurzem noch Tabu war, ist heute Realität: Immer mehr Pensionskassen senken ihren Umwandlungssatz auf 5 Prozent. Künftige Rentner müssen also mit deutlich weniger Geld auskommen.

Viele angehende Pensionierte überlegen deshalb, ihr Altersguthaben auszahlen zu lassen und selbst anzulegen. Denn schon eine relativ bescheidene Rendite bessert das Einkommen deutlich auf.

Ein Beispiel: Ein unverheirateter 65-Jähriger hat in seiner Pensionskasse 500’000 Franken angespart. Bei einem Umwandlungssatz von 5 Prozent erhält er 25’000 Franken Rente pro Jahr. Da er die Rente zu 100 Prozent als Einkommen versteuern muss, bleiben ihm bei einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent noch 17‘500 Franken.

Lässt er hingegen sein Guthaben auszahlen, bekommt er nach Abzug der Auszahlungssteuer 462‘000 Franken. Anschliessend muss er das Kapital als Vermögen versteuern. Der Versicherte hat eine statistische Lebenserwartung von 84,2 Jahren. In den verbleibenden 19,2 Jahren kann er sich jedes Jahr 22’515 Franken auszahlen, wenn sein Guthaben 0,5 Prozent Rendite abwirft. Erwirtschaftet er 1 Prozent Rendite, sind es schon 24’995 Franken (siehe Tabelle).

Selbst mit 0 Prozent Rendite bleibt mehr übrig als mit der Rente

Beispiel: Lediger 65-Jähriger mit einer statistischen Restlebenserwartung von 19,2 Jahren*. PK-Guthaben 500’000 Franken, Auszahlungssteuer 7,6%, Kapital nach Steuern 462’000 Franken, abzüglich Vermögenssteuer

* Quelle: Bundesamt für Statistik

Quelle: VZ VermögensZentrum
 

Keine Leistungen im Todesfall

Legt man sein Kapital selbst an, kann man die Anlagen auf seine Situation abstimmen und entscheiden, welche Risiken man eingehen will. Braucht man nicht alles Geld bis zum Tod auf, geht der Rest an die Erben. Andererseits haben die Hinterbliebenen keinen Anspruch auf eine Rente, da die Pensionskasse nicht mehr zuständig ist.

Das grösste Risiko bleibt für Kapitalbezüger aber ein langes Leben. Leben sie deutlich länger als der Durchschnitt, kann ihnen das Geld ausgehen.

Darum ist es oft besser, den Kapitalbezug mit der Rente zu kombinieren. Die Rente sichert die Existenz bis ins hohe Alter, und mit dem ausbezahlten Kapital kann man sich Wünsche erfüllen, die darüber hinausgehen.

Bei Ehepaaren, die sich für einen solchen Mischbezug entscheiden, wählt häufig ein Ehepartner das Kapital und der andere die Rente. Wer von beiden am besten die Rente und wer das Kapital beziehen soll, hängt vor allem davon ab, welchen Umwandlungssatz die beiden Pensionskassen anwenden, um die Renten zu berechnen. Darum muss man die Konditionen sehr genau vergleichen.

Beim Mischbezug sollten Ehepaare auch genau abklären, welche Leistungen dem überlebenden Partner zustehen. In der Regel bekommen Witwen und Witwer 60 Prozent der Altersrente. Einige Pensionskassen schränken ihre Leistungen jedoch ein, wenn der Altersunterschied zwischen den Eheleuten sehr gross ist oder wenn die versicherte Person erst spät geheiratet hat.

Sie stehen vor der Pensionierung und haben Fragen? Die VZ-Experten beraten Sie bei Ihren wichtigsten Entscheidungen. Rufen Sie an unter 044 207 27 27 und reservieren Sie einen kostenlosen Termin. Oder bestellen Sie das kostenlose Merkblatt:

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Und nochmals Rentenklau

Aufmerksame Leserinnen und Leser entnehmen der Tagespresse, dass die Flexrente für bestehende Renten  immer noch Thema ist:
PwC zieht Urteil ans Bundesgericht weiter Die Pensionskasse der Beratungsfirma PwC zieht das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Flexibilisierung laufender Altersrenten ans Bundesgericht weiter. Die Pensionskasse hatte ihr Reglement im Sommer 2014 geändert, konnte ihr Vorhaben vorerst aber nicht umsetzen. Die BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich hob die Reglementsänderung auf. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid im Februar (wir berichteten). Es hielt in seinem Urteil fest, dass das BVG eine Kürzung der laufenden Renten nur dann vorsehe, wenn bei einer Kasse eine Unterdeckung bestehe. Die Reglementsänderung der PwC sieht vor, dass das Modell einer fixen Basisrente mit einem variablen Bonusteil nicht mehr nur für Neurentner gelten soll. Die Kasse will die neuen Spielregeln auch bei bisherigen Renten anwenden. (sda)
Kantonsrat verschiebt Entscheid über Einlage in Pensionskasse
->Flexrente zum Zweiten

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Monatsumfrage: bestehende Renten kürzen?

ht/das Mitteilungsblatt der vps (www.schweizerpersonalvorsorge.ch) macht jeden Monat eine Umfrage unter den Abonnenten. Im März wurde gefragt, ob bestehende Renten gekürzt werden dürfen. Hier das eindeutig ausgefallene Resultat:

Kürzung bereits laufender Renten 

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass laufende Renten nicht gekürzt werden dürfen. Was halten Sie davon?

votes: 994

17.6% 17.6 %
 Laufende Renten sollten grundsätzlich gekürzt werden können, um die Umverteilung zu stoppen  175 votes
10.2%10.2 %

Kürzungen in beschränktem Rahmen sollten möglich ein (z.B. nur überobligatorischer Teil um maximal 5 Prozent)  101 votes

72.2%72.2 % 

Laufende Renten dürfen nicht angetastet werden  718 votes

 

 

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BLVK mit 3,7 % Rendite im 2016

Die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) hat vergangenes Jahr eine Rendite von 3.7 Prozent erzielt. Der provisorische Deckungsgrad der Kasse lag Ende Dezember 2016 bei 92.7 Prozent. Zur positiven Rendite beigetragen hat unter anderem die positive Marktentwicklung bei ausländischen Aktien und bei Schweizer Immobilien, wie die BLVK in einer Mitteilung schreibt.Die Sparguthaben der Versicherten werden, wie bereits im Vorjahr, mit zwei Prozent verzinst. Auf Anfang 2017 senkte die Kasse den technischen Zinssatz auf 2.5 Prozent. Als Konsequenz wird der Rentenumwandlungssatz über vier Jahre gestaffelt von aktuell 5.58 Prozent auf 5.2 Prozent reduziert. Einen Überblick der Eckdaten aller kantonalen Pensionskassen finden Sie in der Aprilausgabe der «Schweizer Personalvorsorge».

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PwC geht ans Bundesgericht

Die Pensionskasse der PwC zieht das Urteil des Bundesverwal-tungsgericht ans Bundesgericht weiter, berichtet die NZZ. Das Bundesverwaltungsgericht hatte entschieden, dass die PwC ihr flexibles Rentenmodell nicht auf bestehende Renten anwenden darf.

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Anstellungsbedingungen und Vorsorge für Berner Lehrpersonen: unterdurchschnittliche Leistungen zu überdurchschnittlichen Kosten

chzue/ Der Bericht des Regierungsrates über die Anstellungsbe-dingungen für bernische Lehrer hat in der Presse ein bescheidenes Echo gefunden. Nun steht noch die Diskussion im grossen Rat aus. Nirgends ist in der Presse ein Wort verloren worden über die schlechten Pensionierungsbedingungen. Hier ein Zusammenzug über die Leistungen der Pensionskasse im Vergleich mit anderen Kantonen:

Vollständige Berichte über die

Anstellungsbedingungen Berufliche Vorsorge def. 27.Feb.2017

Anstellungsbedingungen Überblick Fazit Handlungsoptionen

Zusammenfassung der Ergebnisse zur Beruflichen Vorsorge zusammengestellt von Christoph Zürcher

  • Arbeitgeber-Gesamtbeiträge: BLVK Platz 8 von 14 Kantonen. Abb.11
  • Arbeitgeber-Vorsorgebeiträge: BLVK Platz 5 von 9 Kantonen (Leistungsprimatskantone nicht berücksichtigt) Abb. 12
  • Arbeitnehmer-Sparbeitrag: BLVK Platz 5 von 9 Kantonen (Leistungsprimatskantone nicht berücksichtigt). Abb.13
  • Arbeitnehmer-Nichtsparbeitrag: BLVK Platz 1 von 9 Kantonen (doppelt so viel wie Durchschnitt). Abb.14
  • Alterskapital im Rücktrittsalter 65 in % des AHV-Lohnes: BLVK Platz 4 von 9 Kantonen. Abb.15
  • Umwandlungssatz im Rücktrittsalter 65: BLVK Platz 9 von 9 Kantonen. BLVK: 5.58, VS: 6.64. Abb.16
  • Altersrente im Rücktrittsalter 65 in % des AHV-Lohnes: BLVK Platz 12 von 14 Kantonen: BLVK: 34,7%. BS 56,1 %. Abb.17
  • Ordentliches Rücktrittsalter: BLVK 65 für Frauen und Männer zusammen mi AG, BL, SG, ZH, alle andern Kantone besser. Tabelle 23
  • Arbeitgeberbeitrag an Überbrückungsrente BLVK: nein zusammen mit 6 andern Kantonen

Fazit:

Die BLVK erbringt im Vergleich mit 13 anderen Kantonen unterdurchschnittliche Leistungen zu überdurchschnittlichen Kosten. Die neue Sanierungsrunde auf 1.1.2017 ist beim Vergleich noch nicht berücksichtigt.

 

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Angriff auf bestehende Renten gestoppt

chzue/ Im Jahr 2005 hatte die Pensionskasse der PricewaterhouseCoopers (PwC), die Vorreiterin des Rentenkillerprogramms «Flexrente», im überobligatorischen Bereich ein Rentenmodell für Neurentner eingeführt. Dieses besteht aus einer fixen Basisrente und einem variablen, von der Anlagerendite abhängigen Bonusteil. Aufgrund dessen kann … Weiterlesen

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Droht uns eine Inflation? – Was gegen die Entwertung der Renten tun?

ht/ In der NZZ werden Szenarien gegen die an den Finanzmärkten prognostizierte Inflation aufgezeigt. Ch. Zürcher stellt Fragen im Zusammenhang mit unseren Renten in einem Inflationsquiz. Leserinnen und Leser werden aufgefordert die Lösungen zu den Quizfragen als Kommentar zu hinterlassen.

Gut gewappnet für die steigende Inflation

An den Finanzmärkten wird mit einer rasch steigenden Inflation gerechnet. Privatanleger sollten sich auf das neue Preisumfeld einstellen und ihre Depots darauf vorbereiten.

Claudia Aebersold Szalay

Die Inflation meldet sich zurück. Nach Jahren kaum steigender Preise und vorübergehend sogar akuter Deflationsangst stellen sich die Anleger in den wichtigsten Währungsräumen wieder auf eine Teuerung ein. Besonders seit der Wahl Trumps zum neuen amerikanischen Präsidenten rechnen die Investoren mit einem raschen Anziehen der Inflation in den USA, da Trump verspricht, die Wirtschaft mittels schuldenfinanzierter Staatsausgaben anzukurbeln. Die aus Marktdaten abgeleiteten Inflationserwartungen sind sowohl in den USA als auch in der Euro-Zone unlängst wieder deutlich gestiegen.

 

Gewinn dank Preismacht

Viele Anleger fürchten sich vor Inflation, weil diese den Wert fester (nominaler) Zahlungsströme verringert. Besonders die klassischen Anleihen mit ihren fixen Coupons kommen unter die Räder, wenn die Preise rasch anziehen. Doch Obligationäre können aktiv werden, wenn sie sich vor Inflation schützen wollen. So können sie etwa die Duration ihrer Anleihen verkürzen und dadurch die Sensitivität der Obligationenpreise auf Zinsänderungen verringern. Denn bei zunehmender Teuerung dürften früher oder später die Zentralbanken aktiv werden und mit Leitzinserhöhungen Gegensteuer geben. Weiterlesen

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