Noch freie Plätze für eine Reise nach Ostpolen im April 2018

Die Region Seeland bietet vom 2. bis 11. April 2018 eine Reise nach Ostpolen an. Einige wenige Plätze können noch vergeben werden.
Auskünfte erteilt Marco Boldini unter Tel. 032 373 16 40.
Das Programm ist identisch mit dem Programm aus dem Jahre 2016 hier http://www.kultour.ch/media/pdf/11275_Polen_2016_Arnold_Web-10-11.pdf

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Amerikanische Pensionskassen sind besser – wirklich?

ht. Christoph Zürcher nimmt Stellung zu einem Artikel von Markus Stüdeli in der NZZ vom 08. Oktober 2017 

Markus Städeli ist der „Pensionskassenexperte“ aus dem Hause NZZ. Er will uns weismachen, dass das amerikanische Rentensystem besser sei. Dabei stützt er sich auf einen deutschen Professor. Was herauspringt, ist eine Empfehlung für den zwangsweisen Kapitalbezug bei der Pensionierung. Die Amerikaner müssen normalerweise die Rente in Form einer Kapitalauszahlung beziehen, einige dürfen aber immerhin wählen, ob sie eine aufgeschobene Altersrente wollen. Das zur Freude und Profitmaximierung der Versicherer. Städeli findet dieses System für die Schweiz als prüfenswert …
 
Ich nicht. Christoph Zürcher

Pensionskassen – Von den Amerikanern lernen

Unsere zweite Säule steht unter Druck, weil sie Leistungs- und Beitragsprimat krude vermischt. Markus Städeli (gekürzt)

Viele Schweizer sind sich sicher: Ihr dreisäuliges Vorsorgesystem steht so grundsolide da wie die Eidgenossenschaft selbst. Es ist eine Institution, um die uns andere Nationen beneiden. Und schrauben wir noch ein bisschen daran herum, insbesondere indem wir den Umwandlungssatz absenken, dann hält sie jedem demografischen Niedergang und jedem Kapitalmarkt-Sturm stand.

Ein international beachteter Experte gibt allerdings nicht dem Schweizer, sondern dem US-Vorsorgesystem den Vorzug: Raimond Maurer, Inhaber des Lehrstuhls für Investment und Alterssicherung an der Goethe-Universität in Frankfurt.

«Ein klassischer Leistungsprimat-Plan funktioniert so, dass man einen gewissen Prozentsatz des letzten Lohns als lebenslange Rente ausbezahlt bekommt», sagt Maurer. «In der Schweiz, wo Kapital angespart und dann zu einem bestimmten Umwandlungssatz in eine lebenslange Rente gewandelt wird, hat man keinen reinen Leistungsprimat-Plan, sondern ein hybrides System.»
Verschenkte Rendite
Wieso ist das ein Nachteil? Umwandlungsätze sind Leistungsversprechen, die den Versicherten sehr teuer zu stehen kommen. Wenn sich die Lebenserwartung und das Zinsniveau verändern – und beide Parameter laufen im Moment gegen unsere Vorsorgewerke –, steigen deren Verpflichtungen empfindlich. Sobald man solche feste Rentenzusagen mache, müsse man jedes Jahr bilanzieren und die Vermögen den Verpflichtungen gegenüberstellen, sagt Maurer. Die direkte Konsequenz: Nur ein kleiner Teil der Anlagen könne so noch in Aktien gehalten werden, alles andere wäre ein Vabanquespiel.
«Der eigentlich langfristige Anlagehorizont wird durch die Pflicht, jährlich zu bilanzieren, faktisch verkürzt. Durch das Versprechen einer lebenslangen Rente wird die Anlageform vorgegeben: weitgehend Zinsanlagen.»
Das ist derzeit besonders ungünstig, weil die Zinsen ultraniedrig sind, die globalen Aktienmärkte dagegen prosperieren. Doch auch unabhängig vom Zinsniveau fahren Versicherte, die ihr Geld langfristig in Aktien anlegen können, massiv besser. Gemäss der Bank Pictet haben Schweizer Aktien von 1926 bis 2016 eine inflationsbereinigte Rendite von 5,58% abgeworfen, Anleihen hingegen nur 2,30%.
Nun ist der Zinseszins das vielleicht am meisten unterschätzte Konzept überhaupt. Konkret bedeutet die optisch kleine Renditedifferenz über diese Zeitspanne Folgendes: In einem Fall wächst aus 100 Fr. ein stattliches Vermögen von 14000 Fr. heran, im anderen Fall eines von nur 800 Fr. Was Maurer sagen will: Das Schweizer System hat schon vor der Tiefzinsphase verhindert, dass die Finanzmärkte den grösstmöglichen Beitrag zu unseren Renten leisten.
Und nun, wo man beim 10-jährigen «Eidgenossen» keine Rendite mehr bekommt, sondern sogar noch draufzahlt, kommen die Nachteile unseres Systems schonungslos zum Vorschein. Das Alterskapital wirft einerseits viel weniger ab, als möglich wäre, weil es zum Teil in grotesk unrentablen Anlagen steckt.
Anderseits wird ein grosser Teil der erzielten Rendite jeweils sofort umverteilt – von den Arbeitnehmern weg zu den Rentnern.

Was machen die Amerikaner besser?
Ihre zweite Säule besteht überwiegend aus reinen Beitragsprimat-Plänen. «Diese lassen den Bürgern die volle Freiheit, wie das angesparte Kapital entnommen wird», sagt Maurer.
Das heisst allerdings auch, dass Amerikaner ihr Alterskapital beziehen, also auf eine Umwandlung in eine monatliche Rente verzichten.
Dass das heikel sein kann, haben auch die US-Behörden gemerkt. Eine vom Finanzministerium erlassene Regulierung erlaubt deshalb seit kurzem, dass ein Teil des angesparten Kapitals in eine aufgeschobene Leibrente investiert wird, die erst im Alter von 80 bis 85 Jahren bezahlt wird. Mit aufgeschobenen Renten könne man sehr gezielt und recht preisgünstig das sogenannte Langlebigkeitsrisiko absichern.
Anreize, kein Zwänge Bei der Alimentierung der Pensionskassen gibt es kaum Zwang. «US-Unternehmen setzen mit sogenannten Matching-Regeln Anreize dafür, dass ihre Mitarbeiter in einen Beitragsprimat-Plan einzahlen», so Maurer. «Sie sagen etwa: Ich zahle 2% deines Gehalts in den Pensionsplan ein, und wenn du selber noch 2 bis 3% einbezahlst, dann gebe ich noch etwas dazu.»
Insgesamt hätten die USA ein gut funktionierendes Altersvorsorgesystem. Soziale Ungleichgewichte seien natürlich ein Problem. «Sie entstehen aber vor, nicht nach der Pensionierung», urteilt der Professor

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Rentenreform: Gibt es einen Plan B?

Unser Mitglied der Pensioniertenvereinigung Christoph Zürcher äussert sich zur Abstimmung zur Rentenreform und zum angekündigten Plan B. Er stellt Vermutungen an, welche Auswirkungen auf die Pensionskassen zu erwarten sind.

Nach der Abstimmung über die Berset-Reform

Es dürfte nicht mehr lange gehen, bis einige Nein-Stimmer merken, dass sie sich selber in den Fuss geschossen haben.

  1. Der vor der Abstimmung ziemlich grossmaulig von NZZ, Economie suisse und FDP angekündigte Plan B existiert nicht. Die Politiker diskutieren jetzt darüber, das Berset-Paket aufzuschnüren und die Teile davon der Stimmbürgerschaft einzeln vorzulegen. Die vorgesehenen Reichenfolge: Zuerst die AHV (Frauenrentenalter, Einsatz der Mehrwertsteuer zur Äufnung des Fonds), später die 2. Säule (Pensionskassen)

Die CVP rechnet blauäugig, dass der AHV-Teil des Paketes schon 2019 vom Volk abgesegnet werden könnte. Man erinnere sich: an der Berset-Reform bastelten Bundesrat und Parlament 5 Jahre.

  1. Notwendige Änderungen an der Konstruktion der Altersvorsorge (Frauenrentenalter 65, Senkung des Umwandlungssatzes im obligatorischen Bereich -heute 6,8%) werden durch das Nein vom 24. September vertagt. Die von den Gegnern so lautstrak beklagte (masslos übertriebene) Umverteilung von Alt zu Jung geht weiter, eine zusätzliche Finanzierungsquelle für den schwindenden AHV-Fonds gibt es nicht. Also werden die Löcher grösser, die Korrekturen, die in einigen Jahren einsetzten müssten, härter.

Was bedeutet diese Situation für die Versicherten einer Pensionskasse?

Niemand sollte sich Illusionen machen, es bliebe nun vorläufig alles beim Alten. Die Pensionskassen können an verschiedenen Schrauben drehen, um die Renten zu senken – und sie werden es auch tun. Allerdings werden die Versicherten und die Stimmbürgerschaft bei weiteren Sanierungsmassnahmen nicht gefragt. Eine ganze Reihe von Massnahmen steht im Belieben der Stiftungsräte. Die Versicherten müssen also damit rechnen, dass sie zunehmend der Willkür dieser Gremien ausgesetzt sein werden. Da wird auch die Parität zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den Stiftungsräten nicht viel nützen, denn erfahrungsgemäss ist die Arbeitgeberseite fast immer am längeren Hebel.

Welche denkbaren Massnahmen könnten ergriffen werden?

  1. Das BVG setzt den Umwandlungssatz nur für das BVG Obligatorium fest (heute 6,8 %). Das BVG-Obligatorium gilt für Löhne zwischen 21‘150 Fr. und 84‘600 Fr. Im überobligatorischen Bereich haben die Pensionskassen resp. die Stiftungsräte freie Hand. Sie haben die Umwandlungsätze bereits kräftig unter das Niveau 6,8% gesenkt. Neuerdings gerade wieder die Aargauische Pensionskasse (kantonale Kasse für Lehrer und Angestellte). Sie senkt den Umwandlungssatz auf 5,3 Prozent (Vorsorge Aktuell 39/17 vom 28.9.2017)
  1. Die Pensionskassen-Beraterin Complementa beziffert den durchschnittlichen Umwandlungssatz (Obligatorium und Überobligatorium) für das laufende Jahr im Schnitt auf 5,92%. Sie stützt sich dabei auf Daten von 412 Vorsorgeeinrichtungen mit einer Bilanzsumme von insgesamt 563 Mrd.Fr. Die befragten Kassen sagen voraus, dass der Misch-Umwandlungssatz weiter fallen wird, auf durchschnittlich noch 5,45% bis 2022. (Quelle NZZaS vom 23.9.2017) Für Beamten- und Lehrerkassen kann das relevant werden, weil die Löhne teilweise im überobligatorischen Bereich liegen.
  1. Die Pensionskassen können autonom und ohne Mitsprache der Versicherten den Technischen Zins Die dadurch entstehende Deckungslücke muss durch Vorschrift des BVG zwangsläufig zum Verschwinden gebracht werden. Das heisst: erhöhte Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder/und tiefere Renten. Um die Lage einer Pensionskasse zu beurteilen, sollten sich Versicherte nicht nur auf den Deckungsgrad verlassen. Dieser stellt womöglich eine Täuschung dar, wenn die Berechnungsgrundlagen zu optimistisch sind. Es gilt: Je tiefer der Technische Zinssatz, desto besser – vorsichtige Kassen kalkulieren bereits mit 2% und weniger. Ein verantwortungsbewusstes Vorsorgewerk trifft seine Sterblichkeitsannahmen aufgrund von Generationentafeln und nicht aufgrund von Periodentafeln (Quelle NZZaS vom 23.9.2017)
  1. Eine weitere drohende Massnahme ist der Übergang zur sogenannten Flexrente. Nur noch ein Teil der Rente ist fix und wird als Sockelbetrag ausbezahlt. Der andere Teil ist variabel und richtet sich nach der Performance der Kasse. Bei guter Börse soll der variable Betrag steigen, bei schlechter Börse fallen. Im gegenwärtigen Zinsumfeld ist nicht mit einem zusätzlichen Geldsegen zu rechen. Die Flexrente ist also eine versteckte Sparmassnahme. Die Flexrente wird von der Privatassekuranz stark gefördert. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen braucht es zur Einführung vermutlich eine Änderung der Pensionskassengesetze.
  1. Der Angriff auf bestehende Renten wird in Zukunft intensiviert. Am 5.2.2017 stoppte das Bundesverwaltungsgereicht die Pensionskasse der PricewaterhouseCoopers, die durchboxen wollte, dass die Flexrente, die bisher nur für neue Mitglieder dieser PK eingeführt wurde, auch auf bereits gesprochenen, also bestehende Rente angewandt werden kann. Die Pensionskasse PricewaterhouseCoopers zieh das Urteil vor Bundesgereicht. Ein Entscheid steht noch aus.
  1. Die Vorsorgeeinrichtungen liebäugeln verstärkt mit der Möglichkeit, die Versicherten zu zwingen, einen Teil ihrer Rente als Kapitalbezug zu akzeptieren. Damit könnten die Pensionskassen einen TEIL IHRER Risiken auf die Versicherten resp. Pensionierten abwälzen. Die Vorsorgeeinrichtungen der Crédit Suisse und der Tamedia haben bereits solche Modelle.
  1. Woher der Wind weht, macht die NZZ schon einen Tag nach der Abstimmung klar. In einem Kommentar mit dem Titel Jetzt muss das Rentenalter steigen“ schrieb Helmut Stalder mit kaum überbietbarer Arroganz, die Stimmberechtigten hätten mit ihrem Nein zur Rentenreform deutlich gemacht, dass sie eine wirklich nachhaltige Sanierung der Vorsorgewerke wollen. Sie seien durchaus in der Lage, der Notwendigkeit eines höheren Rentenalters ins Auge zu sehen.

Fazit
Es gibt keinen Plan B. Eine rasche Lösung ist nicht in Sicht. Zukünftige Lösungen werden härter sein und voll auf  Kosten der aktiven Versicherten gehen. Die anwartschaftlichen Renten sind seit 1990 schätzungsweise bereits um 10-15% kleiner geworden. Das Scheitern des Reformversuchs am 24.9.2017 dürfte zu einer weiteren Kürzung der anwartschaftlichen Renten um ca 10% bis in 5 Jahren führen.

Es ist wichtig, dass alle Versicherten in Zukunft genau verfolgen, was mit ihren Renten passiert (die schwache Stimmbeteiligung am 24.9.2017 deutet allerdings darauf hin, dass die Probleme und Gefahren für die Renten noch nicht überall erkannt wurden). Es wird in den Vorsorgestiftungen sehr problembewusste und aktive Delegierte brauchen und in den Stiftungsräten Arbeitnehmervertreter, die den Namen verdienen. Die Pensionierten sollten nicht glauben, ihre bestehenden Renten seien noch auf Jahre oder Jahrzehnte hinaus tabu. Mit aktiver Einmischung in die Rentenpolitik schützen sie nicht nur die eignen Renten, sondern helfen auch mit, die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner zu schützen.

Christoph Zürcher

28.9.2017

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Immer wieder: Stimmungsmache gegen sichere Renten

Der ehemalige Preisüberwacher und Nationalrat Rudolf Strahm hält in seiner Kolummne im „Der Bund“ vom 13.6.2017 fest, dass immer wieder dieselben Kreise Schreckenszenarien um die Renten verbreiten. Banken- und Versicherungsvertreter und selbsternannte Experten drohen mit Regelmässigkeit mit dem Kollaps der Sozialversicherungen und Pensionskassen. Kassen und Versicherungen ihrerseit sind wenig transparent, was die Kosten für die Vermögensverwaltung und die allgemeinen Verwaltungskosten für die Versicherten betrifft. Raten. Hier geht es zu Rudolf Strahms  Kolummne.

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Kapital oder Rente beziehen?

Kapital statt Rente? Das sind die Risiken

Pensionskassen rechnen Guthaben in immer magerere Renten um. Das macht den Kapitalbezug im Vergleich noch attraktiver. Allerdings übernimmt man damit eine Reihe von Risiken, die man sehr genau abwägen muss.

Was bis vor kurzem noch Tabu war, ist heute Realität: Immer mehr Pensionskassen senken ihren Umwandlungssatz auf 5 Prozent. Künftige Rentner müssen also mit deutlich weniger Geld auskommen.

Viele angehende Pensionierte überlegen deshalb, ihr Altersguthaben auszahlen zu lassen und selbst anzulegen. Denn schon eine relativ bescheidene Rendite bessert das Einkommen deutlich auf.

Ein Beispiel: Ein unverheirateter 65-Jähriger hat in seiner Pensionskasse 500’000 Franken angespart. Bei einem Umwandlungssatz von 5 Prozent erhält er 25’000 Franken Rente pro Jahr. Da er die Rente zu 100 Prozent als Einkommen versteuern muss, bleiben ihm bei einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent noch 17‘500 Franken.

Lässt er hingegen sein Guthaben auszahlen, bekommt er nach Abzug der Auszahlungssteuer 462‘000 Franken. Anschliessend muss er das Kapital als Vermögen versteuern. Der Versicherte hat eine statistische Lebenserwartung von 84,2 Jahren. In den verbleibenden 19,2 Jahren kann er sich jedes Jahr 22’515 Franken auszahlen, wenn sein Guthaben 0,5 Prozent Rendite abwirft. Erwirtschaftet er 1 Prozent Rendite, sind es schon 24’995 Franken (siehe Tabelle).

Selbst mit 0 Prozent Rendite bleibt mehr übrig als mit der Rente

Beispiel: Lediger 65-Jähriger mit einer statistischen Restlebenserwartung von 19,2 Jahren*. PK-Guthaben 500’000 Franken, Auszahlungssteuer 7,6%, Kapital nach Steuern 462’000 Franken, abzüglich Vermögenssteuer

* Quelle: Bundesamt für Statistik

Quelle: VZ VermögensZentrum
 

Keine Leistungen im Todesfall

Legt man sein Kapital selbst an, kann man die Anlagen auf seine Situation abstimmen und entscheiden, welche Risiken man eingehen will. Braucht man nicht alles Geld bis zum Tod auf, geht der Rest an die Erben. Andererseits haben die Hinterbliebenen keinen Anspruch auf eine Rente, da die Pensionskasse nicht mehr zuständig ist.

Das grösste Risiko bleibt für Kapitalbezüger aber ein langes Leben. Leben sie deutlich länger als der Durchschnitt, kann ihnen das Geld ausgehen.

Darum ist es oft besser, den Kapitalbezug mit der Rente zu kombinieren. Die Rente sichert die Existenz bis ins hohe Alter, und mit dem ausbezahlten Kapital kann man sich Wünsche erfüllen, die darüber hinausgehen.

Bei Ehepaaren, die sich für einen solchen Mischbezug entscheiden, wählt häufig ein Ehepartner das Kapital und der andere die Rente. Wer von beiden am besten die Rente und wer das Kapital beziehen soll, hängt vor allem davon ab, welchen Umwandlungssatz die beiden Pensionskassen anwenden, um die Renten zu berechnen. Darum muss man die Konditionen sehr genau vergleichen.

Beim Mischbezug sollten Ehepaare auch genau abklären, welche Leistungen dem überlebenden Partner zustehen. In der Regel bekommen Witwen und Witwer 60 Prozent der Altersrente. Einige Pensionskassen schränken ihre Leistungen jedoch ein, wenn der Altersunterschied zwischen den Eheleuten sehr gross ist oder wenn die versicherte Person erst spät geheiratet hat.

Sie stehen vor der Pensionierung und haben Fragen? Die VZ-Experten beraten Sie bei Ihren wichtigsten Entscheidungen. Rufen Sie an unter 044 207 27 27 und reservieren Sie einen kostenlosen Termin. Oder bestellen Sie das kostenlose Merkblatt:

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Und nochmals Rentenklau

Aufmerksame Leserinnen und Leser entnehmen der Tagespresse, dass die Flexrente für bestehende Renten  immer noch Thema ist:
PwC zieht Urteil ans Bundesgericht weiter Die Pensionskasse der Beratungsfirma PwC zieht das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Flexibilisierung laufender Altersrenten ans Bundesgericht weiter. Die Pensionskasse hatte ihr Reglement im Sommer 2014 geändert, konnte ihr Vorhaben vorerst aber nicht umsetzen. Die BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich hob die Reglementsänderung auf. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid im Februar (wir berichteten). Es hielt in seinem Urteil fest, dass das BVG eine Kürzung der laufenden Renten nur dann vorsehe, wenn bei einer Kasse eine Unterdeckung bestehe. Die Reglementsänderung der PwC sieht vor, dass das Modell einer fixen Basisrente mit einem variablen Bonusteil nicht mehr nur für Neurentner gelten soll. Die Kasse will die neuen Spielregeln auch bei bisherigen Renten anwenden. (sda)
Kantonsrat verschiebt Entscheid über Einlage in Pensionskasse
->Flexrente zum Zweiten

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Monatsumfrage: bestehende Renten kürzen?

ht/das Mitteilungsblatt der vps (www.schweizerpersonalvorsorge.ch) macht jeden Monat eine Umfrage unter den Abonnenten. Im März wurde gefragt, ob bestehende Renten gekürzt werden dürfen. Hier das eindeutig ausgefallene Resultat:

Kürzung bereits laufender Renten 

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass laufende Renten nicht gekürzt werden dürfen. Was halten Sie davon?

votes: 994

17.6% 17.6 %
 Laufende Renten sollten grundsätzlich gekürzt werden können, um die Umverteilung zu stoppen  175 votes
10.2%10.2 %

Kürzungen in beschränktem Rahmen sollten möglich ein (z.B. nur überobligatorischer Teil um maximal 5 Prozent)  101 votes

72.2%72.2 % 

Laufende Renten dürfen nicht angetastet werden  718 votes

 

 

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BLVK mit 3,7 % Rendite im 2016

Die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) hat vergangenes Jahr eine Rendite von 3.7 Prozent erzielt. Der provisorische Deckungsgrad der Kasse lag Ende Dezember 2016 bei 92.7 Prozent. Zur positiven Rendite beigetragen hat unter anderem die positive Marktentwicklung bei ausländischen Aktien und bei Schweizer Immobilien, wie die BLVK in einer Mitteilung schreibt.Die Sparguthaben der Versicherten werden, wie bereits im Vorjahr, mit zwei Prozent verzinst. Auf Anfang 2017 senkte die Kasse den technischen Zinssatz auf 2.5 Prozent. Als Konsequenz wird der Rentenumwandlungssatz über vier Jahre gestaffelt von aktuell 5.58 Prozent auf 5.2 Prozent reduziert. Einen Überblick der Eckdaten aller kantonalen Pensionskassen finden Sie in der Aprilausgabe der «Schweizer Personalvorsorge».

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PwC geht ans Bundesgericht

Die Pensionskasse der PwC zieht das Urteil des Bundesverwal-tungsgericht ans Bundesgericht weiter, berichtet die NZZ. Das Bundesverwaltungsgericht hatte entschieden, dass die PwC ihr flexibles Rentenmodell nicht auf bestehende Renten anwenden darf.

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Anstellungsbedingungen und Vorsorge für Berner Lehrpersonen: unterdurchschnittliche Leistungen zu überdurchschnittlichen Kosten

chzue/ Der Bericht des Regierungsrates über die Anstellungsbe-dingungen für bernische Lehrer hat in der Presse ein bescheidenes Echo gefunden. Nun steht noch die Diskussion im grossen Rat aus. Nirgends ist in der Presse ein Wort verloren worden über die schlechten Pensionierungsbedingungen. Hier ein Zusammenzug über die Leistungen der Pensionskasse im Vergleich mit anderen Kantonen:

Vollständige Berichte über die

Anstellungsbedingungen Berufliche Vorsorge def. 27.Feb.2017

Anstellungsbedingungen Überblick Fazit Handlungsoptionen

Zusammenfassung der Ergebnisse zur Beruflichen Vorsorge zusammengestellt von Christoph Zürcher

  • Arbeitgeber-Gesamtbeiträge: BLVK Platz 8 von 14 Kantonen. Abb.11
  • Arbeitgeber-Vorsorgebeiträge: BLVK Platz 5 von 9 Kantonen (Leistungsprimatskantone nicht berücksichtigt) Abb. 12
  • Arbeitnehmer-Sparbeitrag: BLVK Platz 5 von 9 Kantonen (Leistungsprimatskantone nicht berücksichtigt). Abb.13
  • Arbeitnehmer-Nichtsparbeitrag: BLVK Platz 1 von 9 Kantonen (doppelt so viel wie Durchschnitt). Abb.14
  • Alterskapital im Rücktrittsalter 65 in % des AHV-Lohnes: BLVK Platz 4 von 9 Kantonen. Abb.15
  • Umwandlungssatz im Rücktrittsalter 65: BLVK Platz 9 von 9 Kantonen. BLVK: 5.58, VS: 6.64. Abb.16
  • Altersrente im Rücktrittsalter 65 in % des AHV-Lohnes: BLVK Platz 12 von 14 Kantonen: BLVK: 34,7%. BS 56,1 %. Abb.17
  • Ordentliches Rücktrittsalter: BLVK 65 für Frauen und Männer zusammen mi AG, BL, SG, ZH, alle andern Kantone besser. Tabelle 23
  • Arbeitgeberbeitrag an Überbrückungsrente BLVK: nein zusammen mit 6 andern Kantonen

Fazit:

Die BLVK erbringt im Vergleich mit 13 anderen Kantonen unterdurchschnittliche Leistungen zu überdurchschnittlichen Kosten. Die neue Sanierungsrunde auf 1.1.2017 ist beim Vergleich noch nicht berücksichtigt.

 

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